Unwort des Jahres 2009: betriebsratsverseucht

Ein kleiner Zungenbrecher ist es ja schon, das Unwort des Jahres 2009: betriebsratsverseucht.
In der Erklärung der Jury heißt es:

Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen “stört” zwar viele Unternehmen, sie als “Seuche” zu bezeichnen, ist indes ein zumindest sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen.

Weitere hervorgehobene Begriffe sind: “Flüchtlingsbekämpfung” und “intelligente Wirksysteme”, letzteres ist ein Euphemismus für Munition.

Das Börsen-Unwort des Jahres ist keine allzugroße Überraschung: Bad Bank

via rp-online

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Wort des Jahres/Jahrzehnts (USA): to google und tweet

In den Vereinigten Staaten von Amerika hat die American Dialect Society (ADS) das Verb to google (dt. googeln), also den Vorgang mit der Suchmaschine Google zu suchen, zum Wort des Jahrzehnts gewählt. Der tweet, die Bezeichnung für eine Kurznachricht auf twitter wurde Wort des Jahres 2009.

via heise.de

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Neuwort: Verneuern/Verneuerung

Auf gewissen Nachrichtenseiten ist es üblich, Änderungen an bereits veröffentlichten Artikeln mit Update oder Updated zu kennzeichnen. In der selben Situation fielen mir eher spontan Verneuerung und verneuern als Deutsche Entsprechung ein. Was haltet ihr davon?

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Atlas zur deutschen Alltagssprache: 7. Runde

Die Ergebnisse der 6. Runde (geografische Zuordnung) sind verfügbar.

Die derzeit anlaufende 7. Runde beschäftigt sich mit Essen, Tieren, Badelatschen und vielen anderen Redewendungen. Wer ein bisschen Interesse an Dialekten hat und eine Heimatverbundenheit besitzt, sollte den Fragebogen ausfüllen.

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Wort des Jahres 2009 (GfDS): Abwrackprämie

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat ihre Hitliste für das Wort des Jahres 2009 veröffentlicht:

  1. Abwrackprämie
  2. kriegsähnliche Zustände
  3. Schweinegrippe
  4. Bad Bank
  5. Weltklimagipfel
  6. Deutschland ist Europameisterin
  7. twittern
  8. Studium Bolognese
  9. Wachstumsbeschleunigungsgesetz
  10. Haste mal ’ne Milliarde?

Damit ist, wenig verwunderlich, die Wirtschaftskrise maßgeblich mit 4 Wörtern vertreten (Abwrackprämie, Bad Bank, Wachstumsbeschleunigungsgesetz und “Haste mal ‘ne Milliarde?”). Weitere Themen: Bundeswehreinsatz in Afghanistan, Dauerbrenner Klima, Bachelor Studium, Frauen-Fußball EM und natürlich die Schweinegrippe. Nach meinem Empfinden war 2009 allerdings nicht auffällig spürbar von twittern geprägt.

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Überflüssigstes Wort 2009: Sale

Der Verein Deutsche Sprache (vds) hat Sale zum überflüssigsten und nervigsten Wort des Jahres 2009 gekürt. Zugegeben, Sonderangebot und Ausverkauf sind längere Begriffe, aber sale bedeutet erst einmal schlicht Verkaufen, was bei Geschäften selbstverständlich ist. So könnte ein passender, kurzer und deutscher Begriff diese Lücke wohltuend schließen.

Zweiter Platz: Comedian. Mit Komiker haben wir doch schon einen brauchbaren Begriff dafür, mit Unterhaltungskünstler sogar zusätzlich noch ein zusammengesetztes Synonym.

Die Abwrackprämie hingegen wurde hoch gelobt als Wort, dass einen schwierigen Sachverhalt auf den Punkt bringt. Den meisten wird es verständlich sein, wenn ich die Frage in den Raum werfe: “War die Schweinegrippe-Impfung die Abwrackprämie der Pharmaindustrie?”.

Gibt es eine gute Alternative für Kompositum? Der Fachbegriff ist prägnant, aber ein Fremdwort.
Lässt sich Pharmaindustrie sinnvoll mit Medikamentenindustrie eindeutschen?

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Un-/Wort des Jahres: Audimaxismus und Analogkäse

In Österreich wurde Audimaxismus zum Wort des Jahres gewählt. Es drücke den Wunsch der Hochschüler aus, bei den Politikern Gehör (lat. audi) zu finden um eine maximale Verbesserung der Studienbedingungen zu erreichen.

Analogkäse ist eine Beschönigung von künstlich hergestelltem Käseersatz und könnte ebenso gut Pseudokäse heißen, das wäre jedenfalls ehrlicher.

Quelle: n-tv.de

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Gesucht: Push (Dienst)

Für Apple iCal ist das aktualisieren des Kalenders mittels “push” auf deutsch einfach “Schieben” (gefunden auf MacMacken). Zeit schleunigst ein eigenständiges, gutes, deutsches Wort dafür zu finden.

Laut Wikipedia ist ein Push-Dienst:

… eine meist internetbasierte Methode der Inhalteverbreitung, bei der Informationen von einem zentralen Server auf Basis der vom Client voreingestellten Parameter an diesen ausgeliefert werden. Beispielsweise kann ein Client-Computer Nachrichten bei einem entsprechenden Nachrichtendienst im Internet abonnieren. Diese werden nach Erstellung auf dem Server sofort geliefert (gepusht), ohne dass der Client eine Anfrage starten muss.

Lieferservice wäre doch eine mögliche Übersetzung, oder fällt euch was besseres ein?

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Jugendwort des Jahres 2009: hartzen

Der Langenscheidt Verlag hat als Jugendwort des Jahres 2009 den Begriff hartzen, ein umgangssprachliche Ausdruck für arbeitslos sein, gekürt.

Die Plätze im Überblick:

  1. hartzen – arbeitslos sein
  2. bam – cool
  3. Bankster – Bankangestellter, der in der Finanzkrise spekulative Geschäfte macht
  4. Rudelgucken – “Public Viewing” (wobei nicht die öffentliche Aufbahrung eines Leichnams (englische Entsprechung), sondern: gemeinsam, öffentlich eine Fernsehübertragung ansehen, gemeint ist)
  5. Pisaopfer – Schulabgänger mit mangelnder Allgemeinbildung

Interessant auch die Verteilung gemäß des Votings im Vergleich zu dem Juriergebnis oben:
40,4 % Rudelgucken
7,1 % Schnecken-TÜV
6,5 % Hagelschaden
4,5 % Edelratte
4,3 % bam, bäm
ferner: KnickKnack, Pisaopfer, Knieschoner, Don Promillo, hartzen, korall, Bankster, mausgerecht, untermoppelt, obama

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Neuwort: Schampu

Der jetzt zum Winter so unentbehrliche Schal wurde früher einmal Shawl geschrieben, was den meisten kaum bewusst sein wird. Gleichweise können wir auch Shampoo, als nützliche Kurzform des zusammengesetzten Haarwaschmittel, endlich eindeutschen und Schampu schreiben. Wikipedia listet diese Schreibweise bereits auf. Jetzt sind die Hersteller gefragt, den Begriff auf den Verpackungen zu nutzen, damit er auch bei der Bevölkerung ankommt.

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